Risssanierung und Fugenreparaturen

Risse und beschädigte Fugen gehören zu den häufigsten Schadensbildern im Straßenbau und stellen eine ernsthafte Gefahr für die Dauerhaftigkeit der Fahrbahn dar. Ohne rechtzeitige Sanierung dringt Wasser in die Konstruktion ein, was zu Frostschäden, Materialverlust und letztlich zu Schlaglöchern führen kann.

Die Risssanierung zielt darauf ab, diese Schwachstellen frühzeitig zu schließen und die Dichtigkeit der Oberfläche wiederherzustellen. Dabei werden die Risse zunächst gereinigt und getrocknet, häufig mithilfe von Druckluft oder Heißluft. Anschließend werden sie – je nach Verfahren – aufgefräst oder direkt behandelt und mit einer speziellen bituminösen Vergussmasse verfüllt.

Beim sogenannten Riss-Abdeck-Verfahren wird die Vergussmasse so eingebracht, dass sie tief in den Riss eindringt und eine feste Verbindung mit den Rissflanken eingeht. Um die Griffigkeit der Oberfläche zu erhalten, wird die behandelte Stelle anschließend mit geeignetem Material abgestreut.

Fugenreparaturen verfolgen ein ähnliches Ziel, betreffen jedoch gezielt konstruktiv angelegte Trennstellen, etwa zwischen unterschiedlichen Belagsarten. Diese Fugen müssen flexibel bleiben und gleichzeitig dicht sein, um Bewegungen aufzunehmen und Schäden zu vermeiden.

Ein großer Vorteil der Riss- und Fugensanierung liegt in ihrer Wirtschaftlichkeit. Im Vergleich zu einer kompletten Erneuerung der Fahrbahn sind die Kosten deutlich geringer, während gleichzeitig die Lebensdauer der Straße erheblich verlängert wird.

Insgesamt ist die Risssanierung eine zentrale Maßnahme der vorbeugenden Straßenerhaltung. Sie sichert die Funktion der Straße, erhöht die Verkehrssicherheit und verhindert kostenintensive Folgeschäden.

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